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Honig lockt Besucher an

Beim Apisticus-Tag informierten sich 1300 Gäste über die Imkerei.

Rund 1300 Gäste besuchten den Apisticus-

in Brökers Speicher und informierten sich über das Zubehör'für Imker und die vielen Vorzüge des Honigs. Foto: cro

Von Claus Röttig

Münster. Honig ist ein vielseitiges Produkt: Man kann es essen, in heißer Milch wirkt es gegen Erkältung und schon die Germanen wussten, wie man aus Honig Met herstellte. Aber damit nicht genug: Denn Honig kann noch mehr, wie Dr. Werner Mühlen, Referent für Bienenkunde bei der Landwirtschaftskammer NRW, weiß. Die Besucher beim 19. Apisticus-Tag in der Speicherstadt informierten sich nicht nur von dem vielfältigen Zubehör für Imker, sondern auch über die Vielseitigkeit des leckeren und gesunden Honigs.
„Wir haben zu ersten Mal auch eine Via Miele organisiert", lachte Mühlen. Auf dem Rundgang konnten die Gäste nach Herzenslust naschen und probieren, denn es ging hier um die vielen Leckereien, die aus Honig gemacht werden: Es gab Met und Honigeis, aber auch Liköre, Waffeln, Gebäck, Kosmetik oder Medikamente. „Noch einen weiteren Bereich wollen wir genauer beleuchten: Den Honig als Wellnessprodukt", so Mühlen. Denn auch bei Massagen oder in der Naturheilkunde finde Honig Anwendung.
Wir haben insgesamt rund 50 Aussteller auf 1000 Quadratmetern, dazu verschiedene Referenten, die Fachvorträge zu fast jedem Thema vorbereitet haben", erklärte der Bienenexperte. So wurde unter anderem über die Bienenprodukte in der Naturheilkunde oder über das Unternehmertum bei den Imkern gesprochen. „Die Imkerei ist aber noch mehr als nur ein Nebenerwerb" so Mühlen. Denn der Umgang mit den Bienen sei gerade für Städter ein Weg, zurück zur Natur zu finden. „Die Bienen vermitteln Ruhe und Gelassenheit, es ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung und man macht auch noch etwas für den Umweltschutz", erklärt Mühlen.
Genau diese Ziele sollten auch den Besuchern vermitteln werden. "Es gibt gerade für Imker wenig Möglichkeiten, Gleichgesinnte zu treffen — oder sich mit Zubehör oder passender Literatur einzude cken", so der Organisator. Dazu komme, dass man auch Neulingen die Möglichkeit zur Informationsbeschaffung geben wolle.
Das Angebot nutzen an den beiden Tage viele: Rund 1300 Besucher schlenderten durch Brökers Speicher, schauten sich Bienenkästen und Schutzanzüge an, ließen sich , von Bienenwachskerzen und/ Schleudern zur Honiggewinnung überzeugen.
"Bienen sind ganz besondere Haustiere", schwärmte Hobbyimker Christian Schunert. Denn es gebe nicht Schö-, neres, als einem fleißigen Volk bei der Arbeit zuzuschauen. "Es ist wie ein kleiner Mikrokosmos, der sich in den Kästen auftut."

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