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Bienen-Gift Clothianidin vor Comeback?

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------SOLL CLOTHIANIDIN ÜBER DIE HINTERTÜR WIEDER ZUR MAISBEIZE EINGEFÜHRT WERDEN?
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Guten Tag ,
die meisten werden sich noch an das große Bienensterben in den Maisfeldern
in Baden-Würtemberg erinnern, welches 2008 von dem Bayer-Agro-Gift
Clothianidin verursacht wurde. Nun sieht es so aus, als ob mit einer
Politik der kleinen Schritte dieses gefährliche Umweltgift auf Druck der
Maislobby wieder zum Einsatz kommen soll.
In einem Brandbrief wendet sich der Landesverband Badische Imker an Bernd
Murschel, Fraktion der Grünen im Landtag Baden-Würtembergs und bittet um
Unterstützung, um dieses gefährliche Experiment zu verbieten.
Nachstehend finden Sie das Schreiben, das Manfred Raff, der
stellvertretende Landesvorsitzende der badischen Imker, an Bernd Murschel
schickte.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Maresch


Sehr geehrter Herr Murschel, sehr geehrter Herr Fritz! Wie Ihnen
bereits mittgeteilt, plant der BW Saatgutvermehrerverband, (wer sich auch
immer unter dieser Firmierung verbirgt) das Landwirtschaftsministerium
Baden-Württemberg zusammen mit der Landesanstalt für Bienenkunde
Hohenheim einen Großflächenversuche mit verschiedenen Maisbeizmitteln in
der Oberrheinischen Tiefebene. Die Imker wurden in diese Vorgespräche,
die offensichtlich seit über drei Monaten laufen, nicht einbezogen. Das
Gespräch mit den Imkern soll am Mittwoch, 24. Februar 2010, am
Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Karlsruhe-Augustenberg
stattfinden. Als Beizmittel sollen Clothianidin, Cruiser und Faibel
verwendet werden. Nach der Bienenvergiftung im Jahr 2008 hat sich der
Gesamtvorstand des Landesverbandes Badischer Imker e.V. am 6. Februar 2010
einstimmig gegen diesen Versuch ausgesprochen. Am gestrigen Samstag, dem
13.02.2010 fand in der geplanten Versuchsregion eine außerordentliche
Versammlung der von den Großflächenversuchen betroffenen
Imkerkreisverbände in Teningen statt. Die regionalen Imkerfunktionäre
waren in großer Zahl anwesend. Es wurden folgende Beschlüsse gefasst:
1. Die Versammlung hat eine Resolution verabschiedet gegen die
geplanten Großflächenmaisversuche, die unserem Landwirtschaftsminister
mit den gesamten Unterschriften zugeleitet wird. 2. Die Medien
werden über die Planungen informiert. Dazu wurde ein regionales
Presseteam benannt 3. Die Imker sammeln Unterschriften gegen die
Projekte auch in der Bevölkerung, die dann öffentlich dem
Regierungspräsident Freiburg überreicht werden sollen. 4. Es
werden Informationsstände an Märkten geplant, zu denen auch die
örtlichen Landtagsabgeordneten eingeladen werden sollen. 5. Die
regionalen Abgeordneten werden gezielt angesprochen. 6. An der
Besprechung am 24.02.2010 am LTZ Augustenberg beteiligen sich eine
größer Zahl betroffener Imker. 7. Wir erhalten Unterstützung
vom Präsidenten des Deutschen Imkerbundes Peter Maske. 8.
Ulrich Kinkel von unserem württembergischen Nachbarverband wird uns am
24.02.2010 in Augustenberg ebenfalls unterstützen. Soweit der erste Teil
in der Hoffnung, dass das Land von den Planungen Abstand nimmt. Zentrales
Argument ist bei uns, dass der Großflächenversuch in Österreich 2009
bereits gelaufen ist. Dort gab es trotz der geänderten Beiztechnik mit
dem umfassend neuen Kontrollverfahren und den nach neuesten Erkenntnissen
umgerüsteten Sämaschinen nach Aussagen des Präsidenten des
Österreichischen Imkerbundes Josef Ulz, Schäden bei ca. 2.000 bis 3.000
Bienenständen. Sollte an den Versuchen festgehalten werden, wird die
Stufe II des Aktionsplanes greifen, der zu gegebener Zeit definiert wird,
so die betroffenen Imker bei der außerordentlichen Kreisversammlung am
13.02.2010 in Teningen. Sehr geehrter Herr Murschel, sehr geehrter Herr
Fritz! Dies ist mein derzeitiger Kenntnisstand. Sollten Sie nähere
Information haben, oder eine Möglichkeit Ihrerseits sehen wie dieser
Großversuch abgewendet werden kann, wäre ich für einen Hinweis dankbar.
Die Imker wollen nicht noch einmal das Fiasko mit der Bienenvergiftung
wie 2008 erleben. Mit den besten Grüßen Manfred Raff
2.Vorsitzender Landesverband Badischer Imker e.V.

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